Ausstellung "Noch mal Leben vor dem Tod" 2009

Kaum etwas bewegt uns so sehr wie die Begegnung mit dem Tod. Doch kaum etwas geschieht heute so verborgen wie das Sterben. Herausgelöst aus Familie und Alltag sind Tod und Sterben zu tabuisierten Erfahrungen geworden. Der Fotograf Walter Schels und die Journalistin Beate Lakotta baten unheilbar Kranke, sie in ihren letzten Tagen begleiten zu dürfen. Aus diesen Begegnungen entstanden einfühlsame Porträts von Menschen, die ihrem Tod sehr nahe sind.

Die Schwarz-Weiß-Fotografien wurden kurze Zeit vor und unmittelbar nach dem Tod der 26 Porträtierten gemacht. Die Ausstellung berichtet von den Erfahrungen, Ängsten und Hoffnungen der Sterbenden und lässt sie noch einmal zu Wort kommen.

Die meisten von ihnen haben ihre letzte Zeit in einem Hospiz verbracht. Hospize- sind Lebensorte für Sterbende. Sie bieten Schwerstkranken die Möglichkeit, ihr Lebensende so schmerzfrei und bewusst wie möglich zu verbringen. Wer hier einzieht weiß, dass er nicht in seine Wohnung zurückkehren wird. Nur eine kurze Spanne bleibt, um Bilanz zu ziehen, Frieden mit sich und anderen zu machen, sich mit dem Tod zu befassen und mit der Frage nach dem Danach.

Über ein Jahr arbeiteten Walter Schels und Beate Lakotta für diese Ausstellung in der dichten, auf das Wesentliche konzentrierten Atmosphäre der Hospize. Alle Porträtierten waren mit der Veröffentlichung einverstanden.

Um diese Fotoausstellung zu erschließen, bieten wir Führungen für Erwachsene und Schulklassen an. Ein vielfältiges und umfangreiches Begleitprogramm mit wissenschaftlichen, kulturellen und spirituellen Veranstaltungen ergänzt und vertieft die Thematik der Ausstellung. Das Begleitprogramm ist ein Angebot der Landesstiftung Baden-Württemberg im Rahmen des Programms "Neue Brücken bauen ... zwischen Generationen, Kulturen und Institutionen.

Materialien zur Ausstellung