Der Jahresbericht 2019 ist da!

"Trauer(biblio)Theken", "Wohnwerkstatt", "Bildungswerkstatt Integration", "Demokratie (be)leben" sind nur ein paar Überschriften, die Ihnen Lust machen sollen, im neuen Jahresbericht der KiLAG zu stöbern. Wir wünschen Ihnen viel Spaß damit!

KiLAG Jahresbericht 2019

Umsatzsteuerbelastung gefährdet Bildungsteilhabe vieler Menschen

Der Referentenentwurf "Entwurf eines Gesetzes zur weiteren steuerlichen Förderung der Elektromobilität und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften" aus dem Bundesfinanzministerium lässt aufhorchen und wird von Seiten der Anbieter von Weiterbildungsveranstaltungen als bedrohlich eingeschätzt.

Die weitreichenden Änderungsvorschläge im Blick auf die Umsatzsteuergesetzgebung für Bildungsleistungen sind am 31.07.2019 durch das Kabinett verabschiedet worden und könenn hier nachgelesen werden.

Die Neufassung der Gesetzgebung führt zu Einschränkungen in der Steuerbefreiung von Angeboten in der Weiterbildung.

Volkshochschulen, katholische oder evangelische Erwachsenbildungswerke und Familienbildungsstätten, freie Bildungsstätten und Akademien wären gezwungen, die zusätzliche steuerliche Belastung der Angebote an die Teilnehmenden weiterzugeben. Angebote zur Grundbildung und Alphabetisierung, Formate politischer Bildung, eine Vielzahl an Familienbildungsangeboten können schon heute kaum (oder gar nicht) über Teilnehmendenbeiträge finanziert werden.

Für Menschen mit geringem Einkommen vergrößert sich nun die Schwierigkeit, Zugang zu Bildung (und damit gesellschaftliche Teilhabe) zu erlangen, wenn die Teilnehmendenbeiträge, die als Teil der Finanzierung erforderlich sind, aufgrund der zusätzlichen Steuerlast noch weiter ansteigen müssen.

Neue steuerliche Belastungen für die Weiterbildung widersprächen allen bildungspolitischen Bestrebungen von Bund und Ländern, die Chancengerechtigkeit in Deutschland durch ein offenes, allen Bevölkerungsgruppen zugängliches System des lebensbegleitenden Lernens zu verbessern; vor allem Bildungsbenachteiligten und einkommensschwachen Gruppen würde der Zugang zur Weiterbildung und damit eine Verbesserung ihrer Lebenschancen erschwert.

Eine gemeinsame Stellungnahme von den Verbänden:

  • Deutscher Volkshochschul-Verband e.V. (DW)
  • ARBEIT UND LEBEN (DGB/VHS) e.V
  • Deutsche Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung e.V. (DEAE)
  • Katholische Erwachsenenbildung Deutschland - Bundesarbeitsgemeinschaft e.V.(KEB Deutschland)
  • Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten e.V. (AdB)
  • Verband der Bildungszentren im ländlichen Raume.V.

erläutert die Brisanz des Themas ausführlicher.

Foto: pixabay

 

 

4 Jahre Bildungszeit in Baden-Württemberg

5 Kirchen für 5 Tage Bildungszeit

Die Kirchliche Landesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung in Baden-Württemberg hat sich bei der Feierstunde anlässlich des 4. Geburtstages des Bildungszeitgesetzes in Baden-Württemberg erneut für den Erhalt des Bildungszeitgesetzes in seiner jetzigen Form ausgesprochen.

Bei der gelungen Aktion des "Bündnisses Bildungszeit" vor dem Landtag wurde eindrücklich für den Erhalt der "5" plädiert. Neben der Weiterbildung im Beruf sollen die fünf Bildungszeittage auch für die politische Bildung und für die Qualifizierung im Ehrenamt erhalten bleiben. Das neugestaltete Logo der "5" Bildungszeittage, zeigt dieses Miteinander der drei Bereiche sehr gut. Frau Ministerin Hoffmeister-Kraut durfte dieses neue Logo mit nach Hause nehmen.

Neben Vertretern des Bündnisses kamen bei der Aktion auch Vertreter des Landtages zu Wort.

"Ohne das Ehrenamt, funktioniert keine Sozialgemeinschaft", so Pfarrer Dr. Schnabel, Vorsitzender der KiLAG. "Eine Qualifizierung ist für die hochsensible Arbeit, wie zum Beispiel in der Notfallseelsorge oder in der Hospizarbeit, zwingend notwendig und gehört staatlich gefördert."

Die Möglichkeit, Bildungszeit zu nehmen, wird von den Ehrenamtlichen, wie der Evaluationsbericht schreibt, als „wichtige Unterstützung und Anerkennung ehrenamtlich engagierter Menschen in Baden-Württemberg angesehen“ (Endbericht, Seite 147).

Die Rede von Herrn Dr. Schnabel, bei der er 5 Gründe aufzeigt, warum die 5 Kirchen für 5 Tage Bildungszeit sind, kann hier nachgelesen werden.

Weitere Fotos der Aktion.

Foto: Alexandra Trapp

 

Digitale Ethik Unsere digitale Realität braucht ethische Entscheidungen – Wie wollen wir leben?

Neue Kurse im Herbst 2019!

Digitalisierung bestimmt unseren Alltag und durchdringt zunehmend weitere Anwendungs- und Lebensbereiche. Wie selbstverständlich nutzen wir Smartphones, Apps, googeln Wissenswertes oder legen uns ein Fitnessarmband um. Die Vorteile liegen auf der Hand und sind verführerisch. Die technologischen Entwicklungen werfen aber auch zahlreiche ethische Fragen auf: Welche Daten geben wir von uns preis und was geschieht mit ihnen? Wer übernimmt die Verantwortung – für einen menschenwürdigen Umgang im Netz oder für Unfälle, die z.B. beim autonomen Fahren passieren könnten? Technische Errungenschaften müssen ethisch reflektiert und begleitet werden!
In dem Blended-learning-Kurs, der an vier verschiedenen kirchlichen Bildungseinrichtungen in Baden-Württemberg angeboten wird, können Sie sich mit dieser Fragestellung beschäftigen. Zeiten und Orte, sowie nähere Informationen können Sie dem Flyer entnehmen. 

Foto: Überwachung, Matthew-Henry_unsplash_cco

Pressemitteilung und Stellungnahme der KiLAG zur Evaluation des Bildungszeitgesetzes

Die Kirchliche Landesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung in Baden-Württemberg setzt sich für den Erhalt des Bildungszeitgesetzes sowohl für die berufliche als auch für politische Bildung und für die Qualifizierung im Ehrenamt ein. Als Reaktion auf die Veröffentlichung der Ergebnisse der Evaluation des Bildungszeitgesetzes durch das Wirtschaftsministerium veröffentlich die KiLAG folgende Pressemitteilung und Stellungnahme.

Pressemitteilung

Stellungnahme

Stellungnahme der KiLAG zum Projekt GRETA

die Kirchliche Landesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung in Baden-Württemberg (KiLAG) teilt im Blick auf das Projekt „Grundlagen für die Entwicklung eines trägerübergreifenden Anerkennungsverfahrens für die Kompetenzen Lehrender in der Erwachsenen- und Weiterbildung“ (GRETA) die ablehnenden Positionen ihrer evangelischen und katholischen Bundesverbände DEAE und keb Deutschland. Der Landesverband der vhs in Baden-Württemberg schließt ebenfalls eine Beteiligung an GRETA aus.  

 

Im Anhang finden Sie die beiden Veröffentlichungen der kirchlichen Bundesverbände zu diesem Thema.

Analphabetismus – wenn Lesen und Schreiben zur Qual wird

7 Millionen Menschen in Deutschland haben in ihrem Alltag  Schwierigkeiten, da sie nicht richtig lesen und schreiben können. Statistisch ist das jeder 10. Bundesbürger. 

Die Sendung "Kirche im Gespräch - Alpha und Omega" nimmt sich dieser Tatsache an und lässt eine Lehrerin für Analphabeten-Kurse, eine ehemalige Analphabetin und Herr Dr. Schnabel, Vorsitzender der KiLAG ins Gespräch kommen. 

Analphabetismus - wenn Lesen und Schreiben zur Qual wird

KiLAG tritt dem Landesbeirat Alphabetisierung und Grundbildung bei

Die KiLAG ist am 21.11.2018 zusammen mit dem Volkshochschulverband Baden-Württemberg dem Landesbeirat für Alphabetisierung und Grundbildung beigetreten. 

Für die KiLAG hat Herr Dr. Schnabel unterschrieben. Zudem haben die Vertreter der Kirchen unterschrieben: Herr Dr. Drumm für die Diözese Rottenburg-Stuttgart, Frau Orth für die Erzdiözese Freiburg, Herr Dr. Lurz für die Evangelische Landeskirche Württemberg und Herr Röcker für die Evangelisch-Methodistische Kirche. Herr Prof. Dr. Schneider-Harpprecht für die Evangelische Landeskirche Baden war verhindert und wird die Unterschrift nachreichen. 

Neben der KiLAG sind auch der Volksschulverband Baden-Württemberg, der Landesschulbeirat und der Landeselternbeirat beigetreten.

Die Pressemitteilung der KiLAG können Sie hier herunterladen.

 

Fotos: Alexandra Trapp

Treffen mit dem Bildungsausschuss am 15.11.2018

Das gemeinsame Arbeitsessen der KiLAG mit dem Bildungsausschuss des Landtages Baden-Württemberg fand im diesen Jahr am 15.11.2018 im Restaurant Tempus statt. 

Neben interessanten Zahlen aus der Arbeit der KiLAG, konnten sich die Parlamentarier über folgende Themen informieren: Das Eltern-Kind-Programm der Diözese Rottenburg-Stuttgart, die Männerarbeit der Evangelischen Erwachsenen- und Familienbildung in Baden und Alphabetisierung und Grundbildung der Evangelischen Erwachsenen- und Familienbildung in Württemberg. 30 Personen haben sich in mehreren Tuschelrunden angeregt über die Arbeit der KiLAG ausgetauscht und Fragen konnten beantwortet werden. 

Frau MdL Lösch berichtete über die aktuelle Arbeit des Bildungsausschusses und Herr Staatssekretär Volker Schebesta fasste die Themen in seiner Stellungnahme zum Ende des Treffens des etwas anderen Mittagessens gekonnt zusammen.

 

Fotos: Alexandra Trapp

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